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Physiotherapie und Ergotherapie auf Rezept (Heilmittelverordnung 13)

Die Heilmittelverordnung 13

MARFAN ICD-10-Code: Q 87.4

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das höchste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen. Er bestimmt in Form von Richtlinien, welche medizinischen Leistungen die ca. 73 Millionen Versicherten beanspruchen können.

Seit Januar 2021 gibt es die neue Heilmittelverordnung 13

Die Verordnung wird eine Erleichterung für Ärzte und die Leistungserbringer sein. Es fallen die alten Varianten (Muster 13 / 14 / 18) weg und alles wird zusammengefasst. Die Verordnung wurde vom GKV-Spitzenverband zusammen mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vereinbart.

Link zur Heilmittelverordnung beim Gemeinsamen Bundesausschuss

Meist werden von uns Marfan Patienten vorrangig die vertragsärztliche Versorgung benötigt: Link vertragsärztliche Versorgung

Wichtig ist zu wissen, dass für Patienten mit dem Marfan Syndrom ein Langfristiger Heilmittelbedarf (LHB) besteht, da es mit dem ICD-10-Code: Q87.4 in der Diagnoseliste aufgeführt ist.

Diagnoseliste: siehe Link

Auf Seite12 steht das Marfan Syndrom mit dem ICD-10-Code: Q 87.4 und die möglichen Diagnosegruppen für Verordnungen:

  • Physiotherapie: WS / EX / AT
  • Ergotherapie: SB1 / SB3

Diagnosegruppen, Heilmittel und Verordnungsmengen gut erklärt: siehe Link

(WS: Seite 57 / EX: Seite 58 / AT: Seite 62 / SB 1: Seite 87 / SB 3: Seite 89)

Fragen / Antworten beim Arzt bzw. in der Praxis? - Durch „Informiertsein“ können wir vielleicht helfen

Wir haben noch keinerlei Informationen über die Neue Verordnung!

siehe Link

Es wundert uns, denn:

  • Es wurden die notwendigen Informationen von der KVB (Kassenärztlichen Vereinigung Bayern) allen Ärzten, die Heilmittel verordnen zur Verfügung gestellt.
  • Alle Hinweise zur Verordnung von Heilmitteln ab dem 1. Januar 2021 werden auf der Homepage der KVSA unter www.kvsa.de >> Praxis >> Verordnungsmanagement >> Heilmittel zur Verfügung gestellt.
  • Dem Deutschen Ärzteblatt am 11. Dezember 2020 lag eine Broschüre „PraxisWissen“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) bei, die über die neuen Regelungen bei der Heilmittel-Verordnung informiert.
  • Es wurde von der KBV eine CME-zertifizierte Online Fortbildung angeboten und auf deren Homepage wird ein erklärendes Video zur Verfügung gestellt.
Der Vordruck hat sich geändert – wir wissen nicht was wir eintragen müssen / dürfen!!

Erläuterung zum Vordruck: siehe Link

Wir können das nicht verschreiben – unser Budget ist ausgeschöpft!!

Das Budget des Arztes wird nicht belastet: siehe Link

Wir können das nicht verschreiben – das wird vermutlich nicht genehmigt werden!

Näheres unter: siehe Link

Bei den in der Anlage 2 gelisteten Diagnosen kann in Verbindung mit der jeweils aufgeführten Diagnosegruppe des Heilmittelkatalogs davon ausgegangen werden, dass ein langfristiger Heilmittelbedarf im Sinne von § 32 Abs. 1a SGB V vorliegt. Ein Antrags- und Genehmigungsverfahren entfällt. Alle in diesem Rahmen ausgestellten Verordnungen fallen nicht in das Heilmittelbudget des verordnenden Arztes.

Die Verordnung wird prinzipiell ausgestellt wie bisher. Für die Kennzeichnung der Verordnung als langfristigen Heilmittelbedarf und damit als extrabudgetär, muss der endstellige, in Anlage 2 festgelegte ICD-10-Code in Verbindung mit einer vereinbarten Diagnosegruppe angegeben werden.

Wir wissen nicht wie viele Einheiten wir verschreiben dürfen/können!

siehe Link

Künftig können auf einem Verordnungsblatt ab der ersten Verordnung Einheiten für eine Behandlungsdauer von 12 Wochen verordnet werden bei Vorliegen der Kriterien:

  • Des langfristigen Heilmittelbedarfs (LHB) nach § 8 HeilM-RL
  • Des besonderen Verordnungsbedarfs (BVB) (§106b Absatz 2 Satz 4 SGB V)
(Bei allen anderen Diagnosen kann bei einer Verordnung über die orientierende Behandlungsmenge hinaus die vorgegebene Höchstmenge der Einheiten je Verordnung – anders als bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls – nicht überschritten werden.)

Die Software erkennt die Kriterien (ICD-10 & Diagnosegruppe, Alter des Patienten, hinterlegte Genehmigung eines langfristigen Heilmittelbedarfs) eines BVB oder eines LHB und ermöglicht höhere Verordnungsmengen.

  • Wird die Verordnungsmenge auf mehrere vorrangige Heilmittel aufgeteilt, darf deren Summe die „Höchstmenge je Verordnung“ nicht überschreiten.
  • Wird neben einem vorrangigen ein ergänzendes Heilmittel verordnet, richtet sich die Höchstmenge des ergänzenden Heilmittels nach den verordneten Einheiten des vorrangigen Heilmittels.
  • Für die Zählung der orientierenden Behandlungsmenge eines Verordnungsfalls ist die Summe aller verordneten Behandlungseinheiten von vorrangigen Heilmitteln oder die Anzahl eines isoliert verordneten ergänzenden Heilmittels je Verordnung ausschlaggebend.
  • Bei der Verordnung eines Heilmittels als Doppelbehandlung (vgl. „Verordnung von Doppelbehandlungen“, Seite 12) erhöht sich die zulässige Höchstmenge der Behandlungseinheiten je Verordnung sowie die orientierende Behandlungsmenge nicht (Bsp. sind im Feld „Verordnungsmenge“ 6 Einheiten angegeben, können 3 Doppelbehandlungen durchgeführt werden).
Wir können das nicht speichern und nicht drucken!

Die Verordnungssoftware verhindert das Speichern und Drucken ungültiger Verordnungsmengen. Sie weist den Anwender darauf hin, wenn der eingegebene Wert zu hoch ist und wird den zu hohen Wert durch den tatsächlich höchstmöglichen Wert ersetzen.

Unser Flyer 2021

In gemeinschaftlicher Arbeit haben Mitglieder unserer Gruppe einen tollen Flyer entworfen. Ihr könnt diesen unter dem Punkt Marfan-Syndrom oder hier downloaden.

Gerne senden wir euch ein Exemplar per Post. Auch mehrere Exemplare zur Auslage bei Ärzten (mit deren Einverständnis) oder Bekannten können bei uns angefragt werden.



Richtlinie zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) nach § 116b SGB V – sog. Marfan Sprechstunden / Marfan Zentren

Für Marfan Betroffene ist es wichtig ambulant in spezialfachärztlichen Kliniken / Praxen versorgt zu werden. Seit Juli 2015 ist dies möglich und wir profitieren davon. Der eigene Krankheitsverlauf ist durch die Facharztbehandlung nachzuvollziehen, es kann bei Problemen im Voraus reagiert werden und es besteht die Möglichkeit alle notwendigen Untersuchungen in einem Marfan Zentrum / Sprechstunde machen zu lassen.

In der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) steht alles Wesentliche über die spezialfachärztliche Versorgung (ASV) nach §116 SGB V. (Allgemeines siehe Seiten 4-12 und Marfan Spezifisches siehe Seiten 109 bis 112)

Weitere Seiten hierzu findet ihr auf der Homepage des GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss): Patienteninformation Richtlinie ambulante spezialfachärztliche Versorgung § 116b SGB V – ASV-RL